{ Rezension } Der Kuss des Kjer von Lynn Raven


Der Kuss des Kjer von Lynn Raven

[Quelle]


Kurzbeschreibung:
Mit einem Trick bringt Mordan, der erste Heerführer der kriegerischen Kjer, die junge Heilerin Lijanas vom Volk der Nivard in seine Gewalt. Im Auftrag seines Königs Haffren will er die Heilerin und ein zauberkräftiges Elixier, die »Tränen der weißen Schlange«, an den Hof bringen. Lijanas aber hat nur einen Gedanken: Flucht! Doch je näher sie den als »Blutwolf« verschrienen Mordan kennenlernt, desto stärker fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und er sich ebenso zu ihr. Er setzt alles dran, sie sicher an den Hof seines Königs zu bringen. Dort erwartet sie jedoch eine tödliche Überraschung …


Schreibstil:
Der Kuss des Kjer wird in der Erzähl-form ( 3 Person Singular) erzählt.
Es wird dabei jeweils auf unterschiedliche Personen in der Handlung eingegangen; dabei werden auch einige Gedanken der Personen in kursiv gedruckter Schrift aus der Ich-Perspektive geschildert.
Durch die Sicht des Erzählers wird man sehr gut in die Geschichte eingeführt und kann sich sehr gut in die Personen hineinfühlen.



Charaktere:
Die beiden Protagonistin der Geschichte sind Lijanas und Mordan.
Lijanas ist eine junge sympathische Heilerin, die in Anschara lebt.
Sie ist sehr mitfühlend, aber auch sehr mutig.
Besonders deutlich wird das durch ihre Hilfsbereitschaft Kranken und Hilflosen gegenüber, für die sich auch selbst in Gefahr begibt.
Andererseits hat se jedoch auch ihren eigenen Kopf und lässt sich so schnell nichts sagen.
Ihr Verhalten und ihr Charaktere passen gut zueinander, wodurch sie sehr glaubwürdig wirkt.

Mordan ist der erste Heerführer der Kjer, der seine Ausbildung durch die Kessanan bekommen hat.
Anfangs wirkt es stur, dickköpfig und ein wenig unsympathisch; was sich im Laufe der Geschichte jedoch ändert, wenn man seine anderen Seiten kennen lernt.
Auch sein Verhalten und Charakter passen sehr gut zu ihm.


Allgemein/Eigene Meinung:
Durch die gut ausgearbeiteten Charaktere und dem flüssigem Schreibstil, fließt die Geschichte von alleine dahin.
Bei "Der Kuss des Kjer" handelt es sich um ein fesselndes Fantasy -Abenteuer, dass mit viel Gefühl und hohem Tempo den Leser tief in die Geschichte zieht. Lynn Ravens Figuren sind mit viel Herz geschaffen und sie schafft es die Spannung bis zum Schluss nicht abreißen zu lassen.


Fazit:
"Der Kuss des Kjer" ist ein mitreißender Fantasyroman, der durch eine spannende Geschichte, die mir viel Liebe und Gefühl ausgearbeitet worden ist, besteht.
Durch die lebendigen Figuren und der spannenden Handlung konnte ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen.
Eine absolute Empfehlung für Fantasy-Fans!
***** 5 von 5 Sternchen!

[Rezension] Wenn der Schnee mein Herz berührt


Wenn der Schnee mein Herz berührt von Alex Morel


[Quelle]


Kurzbeschreibung:
Wie durch ein Wunder überlebt Jane einen Flugzeugabsturz mitten in den Rocky Mountains. Ironie des Schicksals – genau für diesen Tag hatte sie ihren Selbstmord geplant. Außer Jane hat es nur noch ein einziger Passagier geschafft: Paul. Gemeinsam schlagen sich die beiden Teenager durch die eisige Wildnis, und dabei erkennt Jane zum ersten Mal seit Langem: Sie will leben. Das ist vor allem Paul zu verdanken, der ihr Bestes zum Vorschein bringt. Nie zuvor hat Jane so etwas für jemanden empfunden, und für diese unverhoffte Liebe wächst sie über sich selbst hinaus …


Cover:
Das Cover zeigt die Hände einer Frau, die eine Rose halten. Die Farben sind in blau/lila gehalten und zeigen im Hintergrund ein nebeliges Wald-Gebirge.
Das Cover passt meiner Meinung nach sehr gut zur Geschichte, da die Hauptperson eine Frau ist und die Geschichte auf einem hohem Berg spielt. Die bläuliche Färbung unterstreicht meiner Meinung nach, dass es sich um eine kalte Gegend handeln soll.


Schreibstil:
"Wenn der Schnee mein Herz berührt" wird aus der Ich-Perspektive von Jane erzählt.
Da die Geschichte im Präsens, also in der Gegenwart erzählt wird, erlebt man die Geschichte hautnah mit.
Dabei versteht es der Autor sehr gut, dem Leser die Gedanken- und Gefühlswelt von Jane zu veranschaulichen.


Charaktere:
Jane ist die weibliche Protagonistin.
Sie ist psychisch instabil und hat bereits zwei Suizidversuche hinter sich.
Wie es die Ironie des Schicksals es will überlebt sie den Flugzeugabsturz, bei dem sie sich mit Hilfe eines Medikamenten-Cocktail das Leben nehmen wollte.
Plötzlich entdeckt sie ihren Überlebens-sinn neu, verspürt den Wunsch zu leben und kämpft um ihr Überleben.
Durch ihre vielen Fehler wirkt sie auf mich sympathisch und glaubhaft; auch wenn ich ihr Verhalten in den Therapiesitzungen unreif finde und ihr Wunsch zu Sterben nicht richtig greifbar ist.

Paul ist der männliche Protagonist, der zusammen mit Jane den Flugzeugabsturz überlebt.
Er hatte bereits einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften, wodurch das Verhältnis zu seinem Vater gestört ist.
Jane und Paul helfen sich gegenseitig zu überleben, öffnen sich einander und sprechen über ihre belastete Vergangenheit.
Paul wirkte auf mich einer Seits verletzlich, andererseits auch sehr stark und mutig - im Gegensatz zu Jane hat er von Anfang an einen straken Überlebenswillen.
Auch Paul war mir von Anfang an sehr sympathisch.


Eigene Meinung/ Allgemein:
In "Wenn der Schnee mein Herz berührt" werden Themen behandelt, die ich in anderen Büchern noch nicht so oft gesehen habe:
Einerseits wird das Thema Selbstmord und die (Aus-) Wirkung auf Angehörige behandelt, andererseits auch die Angst vor einem Flugzeugabsturz.
Mir persönlich gefällt es sehr gut, dass sich ein Autor traut über Themen zu sprechen, die  gesellschaftliche Tabus sind.

Fazit:
"Wenn der Schnee mein Herz" berührt ist ein sehr gutes Erstlingswerk von Alex Morel, dass mich emotional sehr berührt hat und überzeugen konnte.
Die Behandlung der außergewöhnlichen Themen in Kombination mit einer gut ausgearbeiteten Geschichte, einem flüssigem Schreibstil und gut ausgearbeiteten Chararkteren hat mir sehr gut gefallen.
Wem diese Thematik zusagt, der hat hier ein sehr gutes Buch erwischt und sollte es unbedingt lesen!

**** 4 1/2 von 5 Sternchen!

[Kurz-Rezension] Eve & Caleb - In der gelobten Stadt


 Eve & Caleb - In der gelobten Stadt von Anna Carey

[ Quelle ]


Kurzbeschreibung:
Würdest du für deine Liebe alles riskieren? Eve gerät in die Fänge der Soldaten des Neuen Amerika und wird aus dem sicheren Califia in die Stadt aus Sand verschleppt. Hier erfährt sie, dass ihr Freund Caleb noch lebt, und weshalb der König so unerbittlich nach ihr suchen ließ. Gefangen im Palast ist es lebensgefährlich, mit Caleb und den Rebellen Kontakt aufzunehmen. Doch Eve wünscht sich nichts sehnlicher, als wieder mit Caleb vereint zu sein. Bald wird sich zeigen, ob sie bereit ist, dafür alles zu riskieren. In der gelobten Stadt" ist der zweite Band der Eve & Caleb-Trilogie. Der Titel des ersten Bandes lautet Wo Licht war ".

Schreibstil:
Der Schreibstil in "Eve & Caleb - In der gelobten Stadt" ist, wie im erstem Band sehr einfach, fast schon anspruchslos. Dadurch lässt sich das Buch schnell durchlesen; wäre der Schreibstil komplexer gewesen, hätte es nicht in so wenigen Seiten angehandelt werden können.
Geschrieben ist "Eve and Caleb - In der gelobten Stadt" wieder aus der Ich-Perspektive von Eve.

Charaktere:
Eve ist die Protagonistin der Geschichte.
Im Gegensatz zum Ende des ersten Bands hat sich Eve in Band 2 nicht weiter entwickelt.
Sie wirkt immer noch sehr unreif, naiv und handelt teilweise sehr unüberlegt.
In Band 2 wurde sie mir leider auch nicht sympathischer und eine Identifikation mit ihr, war mir nicht möglich.
Arden und Caleb tauchen in diesem Band auch wieder auf, hierbei handelt es sich jedoch, um sehr kurze Auftritte und indirekten Präsenzen.
Es kommen "In der gelobten Stadt" neue Figuren dazu, so lernt man z.B. den König etwas besser kennen.

Allgemeines/Eigene Meinung:
Ging es in dem ersten Teil der Trilogie noch um gesellschaftliche Konstrukte und den normalen Abhandlungen einer Dystopie; geht es in Band 2 um das gesellschaftliche Leben der Menschen in der Stadt aus Sand.  Mit einer Dystopie hat dieser Band leider nicht mehr viel zu tun.
Ich hatte viel mehr von dieser Trilogie erwartet und bin enttäuscht.

Fazit:
"Eve and Caleb - In der gelobten Stadt" kommt nicht an den ersten Band heran.
Aus der Geschichte hätte die Autorin viel mehr herausholen können, hat es letzt endlich jedoch nicht geschafft!
** 2 von 5 Sternchen.