[Rezension] Schneewittchen von den Grimm Brüdern und Benjamin Lacombe

Schneewittchen von Jacob und Wilhelm Grimm; Illustrator: Benjamin Lacombe

[Quelle]
Informationen zum Buch:
Die illustrierte Ausgabe von Benjamine Lacombe erschien 2012 in der zweiten Auflage.
Es hat 48 Seiten, ist gebunden und der Neupreis liegt bei 17,95€, kaufen kann man es [ hier ] .

Zusammenfassung:
Das Märchen "Schneewittchen", dass von den Brüdern Grimm niedergeschrieben wurde, handelt von der wunderschönen Königstochter Schneewittchen.
Deren Stiefmutter ist jedoch neidisch auf sie, weil sie die Schönste im ganzen Land sein möchte und erteilt einem Jäger den Auftrag, das Mädchen zu töten.
Als sie diesem entwischen kann, rettet sie sich zu den sieben Zwergen.
Die bösartige Stiefmutter gibt jedoch nicht so schnell auf...

Cover:
Wie man auf dem Cover sieht, handelt es sich bei der illustrierten Ausgabe von Lacombe, um ein Buch, dass in einem düsterem Stil gehalten ist.
Das Buch ist ein Hardcover, das mit feinen Ranken verziert ist, die im Sonnenlicht "glänzen". Dadurch wirkt das Buch sehr edel, wie ich finde.
Zu sehen ist Schneewittchen, der der vergiftete Apfel aus der Hand gefallen ist. Auf ihrere Brust sitzt ein schwarzer Raabe und im Hintergrund sieht man den verwunschenen Wald.
Mir gefällt das Cover persönlich sehr gut, da ich ein großer Fan von Lacombes Zeichenstil bin.

Inhalt:
Das Buch enthält die Originalversion des Grimm Märchens von 1896.
Das Märchen "Schneewittchen", dass von den Brüdern Grimm niedergeschrieben wurde, handelt von der wunderschönen Königstochter Schneewittchen.
Deren Stiefmutter ist jedoch neidisch auf sie, da die Stiefmutter die Schönste im ganzen Land sein möchte. Deshalb erteilt sie einem Jäger den Auftrag, das Mädchen zu töten.
Schneewittchen kann sich jedoch retten und flüchtet in das Haus der sieben Zwerge. Die bösartige Stiefmutter erfährt von ihrem Zauberspiegel, dass sich ihre Stieftochter zu den Zwergen gerettet hat und versucht sie darauf mit einem Schnürriemen, später mit einem Kamm und schließlich mit einem vergifteten Apfel zu töten.
In den beiden ersten Fällen können die freundlichen Zwerge dem jungen Mädchen helfen, doch den tödlichen Apfelbissen, der in Schneewittchens Hals steckt, finden sie nicht.
Ein Königssohn sieht die in einen Glassarg gebettete Prinzessin und verliebt sich in sie.
Als er den Sarg zu seinem Schloss tragen lässt, löst sich das Apfelstück, worauf Schneewittchen zu neuem Leben erwacht.
Bei der darauffolgenden Hochzeit des jungen Prinzenpaares, muss sich die Stiefmutter der Braut zur Strafe in glühenden Pantoffeln zu Tode tanzen.

Illustrationen:

















Lacombe interpretierte das Märchen, was den wahren Charakter der Figuren sehr gut untermalt.
Bei Lacombe hat vieles einen dunklen Charakter - das ist wahrscheinlich nicht für jeden etwas, aber ich liebe es.
Oft ist dieses wohl beliebteste Märchen der Brüder Grimm erzählt und illustriert worden, doch nie hat jemand so magisch-schöne Schneewittchen-Bilder geschaffen wie Benjamin Lacombe. S
eine Bilder gewinnen dem bekannten Text eine neue Tiefendimension ab und verzaubern Kinder wie Erwachsene gleichermaßen. "Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?" Wer kennt diese Frage nicht?
Benjamin Lacombe hat sie nun mit ganz neuen Bildern beantwortet. Der französische Illustrator versteht sich meisterhaft darauf, eine beklemmend-bedrohliche Atmosphäre heraufzubeschwören und zugleich die Leichtigkeit und Anmut des Unschuldig-Schönen einzufangen.

Fazit:
Selten habe ich solch eine Anziehungskraft aus dem Märchen gespürt wie bei diesem Buch.
Benjamin Lacombe hat „Schneewittchen“ von den Gebrüder Grimm eindrucksvoll und einmalig illustriert.
Für mich sind das nicht einfach nur Illustrationen, sondern wahre Kunstwerke, bei denen man erstarrt – vor Schrecken und vor Bewunderung zugleich.
Ich kann dieses wundervolle Buch jedem ans Herz legen, der ein Fan von Artbooks ist und den dieser düstere Stil anspricht.
5 von 5 Sternchen.

Plötzlich Fee - Leserunde?

Gestern habe ich mit "Plötzlich Fee - Sommernacht" begonnen.
[Quelle]

Hat von Euch schon jemand die Bücher gelesen? Oder liest sie jemand gerade? Wie findet Ihr die Bücher? Hat jemand von Euch evtl. Lust auf eine Leserunde zu der Reihe? :)

[ Rezension ] Ich fürchte mich nicht


Rezension "Ich fürchte mich nicht" von Tahereh Mafi

 [ Quelle ]


Kurzbeschreibung:
»"Du darfst mich nicht anfassen", flüstere ich. "Bitte fass mich an", möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes.«

Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht ... copyright Coldmann Verlag


Cover:
Das Cover passt meiner Meinung nach nicht so ideal zur Geschichte.
Das einzig Gute ist, dass sie dem Leser impliziert, wie Juliette aussehen könnte.
Der englisch Titel "Shatter me" ( was so viel bedeutet, wie "Zerbrich mich") passt wesentlich besser zur Geschichte, da anfangs der Geschichte stark darauf eingegangen wird, dass man versucht ihren Willen zu brechen.


Schreibstil:
"Ich fürchte mich nicht" wird aus der Ich-Perspektive von Juliette erzählt.
Am Anfang des Buches ist die Geschichte im Tagebuch-Schreibstil erzählt, was teilweise etwas gewöhnungsbedürftig ist und besonders die durchgestrichenen  Sätzen/Gedanken haben mich anfangs verwirrt.
Dieser Schreibstil ändert sich allerdings im Laufe der Geschichte und lässt sich dann leichter lesen.
Die Ich-Perspektive ist in diesem Buch allerdings hinderlich und lässt sehr viele Fragen auf.


Charaktere:
Juliette ist die Protagonistin der Geschichte.
Leider wurden viele wichtige Merkmal, wie ihr Aussehen vom Autor vernachlässigt und man weiß am Ende des ersten Teils nicht einmal, wie Juliette aussieht (Harrfarbe, Augenfarbe etc.) bis auf die Tatsache, dass sie dünn ist.
Sie wirkt sehr verstört und hat ein Leben fernab der Gesellschaft geführt, wodurch ihre Sozialisierung sehr schwer und umständlich dargestellt wird.

Adam taucht im Laufe der Geschichte auf und spielt eine große Rolle.
Er ist sehr geheimnisvoll und undurchschaubar, so dass man sich mit der Protanoginistin immer wieder fragt "kann man ihn trauen, oder nicht?"


Meinung:
Das Buch gefiel mir eigentlich ganz gut.
Am Anfang fand ich es allerdings etwas schwer, in die Geschichte rein zu kommen, da der Schreibstil ja doch relativ ungewöhnlich ist.
Die Geschichte war spannend, es gab viele unerwartete Wendungen - allerdings erinnert mich einiges an etwas, dass ich schon kenne (Starke Anlehnung an X-men und Fantastic Four), was das ganze nicht mehr ganz so einmalig macht.


Fazit:
Tahereh Mafi hat mit "Ich fürchte mich nicht" eine typische Dystopie, die relativ spannend ist, geschaffen.
Leider wirkt die Geschichte für mich nicht ausgefallen genug und hebt sich dadurch nicht von ihrer Konkurrenz ab.
Meiner Meinung nach hätte man viel mehr aus der Geschichte machen können, das ist leider an der Umsetzung gescheitert.
                                            3 1/2 von 5 Sternen